Die Landmaschine Nummer 1

Technik auf dem Bauernhof 2012

Welcher Landwirt möchte vor dem Ankauf einer neuen landwirtschaftlichen Maschine nicht sicher sein, dass das ausgewählte Gerät auch tatsächlich dem eigenen Bedarf und den Erfordernissen entspricht?

Die in der Landwirtschaft benötigten Maschinen und Geräte reichen von Mähgeräten, Heuwerbegeräte (Kreiselheuer, Kreiselschwader), Ladewagen für Transporter und Traktor, Kipper, Düngemittel- und Miststreuer, Pressen und Presswickelkombinationen, Maisballenpressen, von Maschinen und Geräte der Graserntetechnik über Saatbaugeräten bis Waldbearbeitungsmaschinen wie Seil- und Zugwinden.

Landwirte sollten sich vor dem Kauf genau über den technischen Stand und die Leistungsfähigkeit der Maschinen informieren und sich deren Einsatz in der Praxis vorführen lassen. So können die Geräte verschiedener Fabrikate und Baugrößen untereinander verglichen werden, wie z.B. die Abmessungen und die Transportbreiten, die einstellbaren Arbeitsweisen, die erforderlichen Zapfwellenleistungen, die saubere Zett- und Schwadarbeit, der extreme Hangeinsatz der Spezialmaschinen im Berggebiet, verschiedene Grundeinstellungen von Mäh- und Heuwerbemaschinen aber auch Gerätegewichte, welche unter bestimmten Umständen auch Auswirkungen auf die Zugmaschine und zur Bodenverdichtung haben können. Ganz besonders wichtig ist dabei die richtige Kombination von Motorleistung und Arbeitsleistung, um den Treibstoff möglichst gut einzusetzen.

Häufig sind defekte Maschinen auch die Ursache für schwere Unfälle. Besonders bei der Bewirtschaftung steiler Wiesen und im Wald sind funktionsfähige Traktoren und Maschinen eine Voraussetzung, um das Unfallrisiko zu minimieren. Doch leider sind viele Maschinen in der Landwirtschaft und ihr Einsatz nicht sicher: Aus Unwissenheit oder Nachlässigkeit, aus Mangel an technischen Kenntnissen, aus Gründen der Unachtsamkeit oder weil das Geld für die Wartung fehlt, werden nicht zwingend notwendige Reparaturen und Instandhaltungen gerne aufgeschoben – oft mit fatalen Folgen.

Geräteträger sind Multitalente
Diese landwirtschaftlichen Geräte, welche für verschiedenste Arbeiten eingesetzt werden können, bringen Kostenvorteile im Vergleich zur Anschaffung mehrerer Spezialgeräte. An ein und demselben Geräteträger lassen sich die unterschiedlichsten Geräte für die Heuernte (Mähgeräten, Heuwerbegeräte, usw.), Geräte für Waldarbeiten, den Winterdienst oder für den Gartenbau usw. anbringen.
Der universelle Einsatz erfordert aber in einigen wichtigen Punkten Kompromisse. So muss die Motorleistung auf das Gerät mit der größten Antriebsleistung abgestimmt werden und ist so z. B. für das Mähen überdimensioniert.
In Summe betrachtet bedeuten die Kompromisse mehr Gewicht, was vor allem im Steilhang massive Auswirkungen auf das Handling der Maschinen hat. Bis zu welcher Steilheit sich eine Maschine überhaupt sicher einsetzen lässt, entscheidet vor allem das Gewicht und dessen Verteilung.

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