Die Landmaschine Nummer 1

GPS in der Landwirtschaft – Dafür wird es eingesetzt

Die Buchstaben GPS stehen für "Global Positioning System", was so viel bedeutet wie "weltweites Ortungssystem". Hierbei handelt es sich um eine Technologie aus den USA, die mithilfe zahlreicher Satelliten, die zu diesem Zweck ins All gebracht wurden, jeden Punkt und jedes Objekt auf der Erde präzise orten kann. Bei Objekten ist die Voraussetzung, dass sie mit einem entsprechenden Empfangsgerät für die Satellitensignale ausgerüstet sind. Navigationssysteme in Kraftfahrzeugen beispielweise basieren auf GPS, aber die Einsatzmöglichkeiten reichen noch viel weiter.

GPS in der Landwirtschaft
Um die Abläufe in der Landwirtschaft zu optimieren und ökonomischer zu gestalten, hat GPS auch hier Einzug gehalten und wird in mehreren Bereichen eingesetzt. So werden etwa Traktoren und Mähdrescher mit einem System ausgestattet, das es erlaubt, zahlreichen Informationen an den Rechner des Landwirts zu übertragen:
– genaue Position, auch während der Fahrt, und Fahrtrichtung
– Geschwindigkeit bzw. Standzeiten
– Arbeitszeiten einzelner Fahrer
– Alarmmeldungen

Ein weiteres Einsatzgebiet von GPS-Systemen liegt in der Selbstlenkung von Ackerfahrzeugen. Automatisch fahrende Traktoren und Mähdrescher werden durch GPS präzise über das Feld gelenkt, so dass der Landwirt oder seine Mitarbeiter frei sind für andere Aufgaben. Die Informationen über jedes Feld wurden zuvor im hofeigenen System gespeichert und so kann beispielweise der Traktor das Feld systematisch bearbeiten, ohne dass er einen falschen Weg einschlägt oder Areale auslässt. Der Landwirt ist dabei in der Lage den Fortgang der Feldbestellung jederzeit am PC zu überwachen und bei Bedarf neue Befehle zu geben.

Vorteile für den Landwirt
Die Vorzüge des GPS liegen auf der Hand: Es ist nicht nur der Einsatz von selbst fahrenden Nutzfahrzeugen möglich. Auch wenn die Traktoren, Mähdrescher und ähnliche Fahrzeuge von Menschen gelenkt werden, unterstützt GPS sie dabei, denn es kann auch bei stark eingeschränkter Sicht gearbeitet werden, etwa bei Dunkelheit, starker Staubentwicklung oder Nebel. Gerade Drescharbeiten gehen häufig mit einer extremen Staubentwicklung einher – mit GPS navigiert der Fahrer dennoch sicher und ohne Lücken zu lassen. Zugleich werden allen Daten und Informationen gespeichert und können unter anderem für die Personal- und Arbeitsplanung verwendet werden.

Andere Möglichkeiten durch GPS
Nicht nur für Fahrzeuge wird dieses System eingesetzt, sondern ebenfalls für das Flächen- und Teilflächenmanagement. In der modernen Landwirtschaft bringt nur eine exakt auf jede Fläche abgestimmte Nutzung der Schläge optimale Erträge. Aus diesem Grund ist eine genaue Analyse jedes Schlages – und auch jedes Teilbereiches – äußerst sinnvoll. GPS bildet hierbei neben Bodenproben eine weitere Möglichkeit effektives Flächenmanagement zu betreiben. Folgende Aufgaben werden dabei durch GPS-basierte Technologien ausgeführt:
– präzise Vermessungen aller Flächen und Schläge bis auf wenige Zentimeter genau
– Erstellung geografischer und topografischer Karten
– Erstellung von Nährstoff- und Ertragskarten für jeden Schlag und einzelne Flächen
– Teilungen der Schläge für unterschiedliche Feldfrüchte
– Flächenabgleich

Gerade das Teilflächenmanagement profitiert in hohem Maße von der Unterstützung durch Aufnahmen und Daten, die von Satelliten ermittelt wurden. Jeder Schlag besitzt seine individuellen Eigenarten und benötigt dementsprechend eine auf die Bodenverhältnisse abgestimmte Bewirtschaftung. Aspekte wie Pflugtiefe, Nährstoffbedarf und Grad der Bodenverdichtung sind wesentlich für die Wahl der Frucht, die Bodenbearbeitung und die Düngergabe. Durch GPS-gestützte Kartenerstellung wird das Flächen- und Teilflächenmanagement spürbar erleichtert.

Alle Informationen übersichtlich zusammengestellt
Die Daten und Informationen, die mithilfe von GPS ermittelt werden, lassen sich in eigens hierfür entwickelten Programmen am Computer des Landwirts zusammenstellen, auswerten und immer wieder heranziehen. Dies betrifft die Fahrzeugsteuerung ebenso wie das Flächenmanagement. Alles zusammengenommen, entsteht somit eine wertvolle Datenquelle, aus der der Landwirt jedes Jahr aufs Neue schöpfen kann. Zusätzlich lässt sich die Datenbank jederzeit aktualisieren und an neue Gegebenheiten anpassen, so dass Entwicklungen und Veränderungen schnell sichtbar werden und der Landwirt entsprechend reagieren kann. GPS ist also aus der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken.

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