Die Landmaschine Nummer 1

Melkstand-Melkstände

Melkstände sind verschiedene Vorrichtungen, in den Kühe gemolken werden können. Zu diesem Zweck werden die Tiere in die Vorrichtung gestellt. Die Maschinen, welche die Kühe melken, nennt man Melkzeuge. Vorteil gegenüber einem Anbindestall ist das Melken in wesentlich kürzerer Zeit.

Melkstand Varianten

Bereits um 1962 gab es die erten Melkstände. Sie werden danach unterschieden, wie die Tiere in den Melkstand gestellt werden können. Bei einem Tandem Melkstand steht die Kuh parallel zur Melkgrube. Bei einem Parallelmelkstand oder Side-by-side Melkstand stehen die Kühe nebeneinander und mit dem Kopf weg von der Melchgrube.

Beim Fischgräten-Melkstand stehen die Kühe fischgrätenartig, schräg zur Melkgrube. Der Kopf zeigt dabei von der Melkgrube weg. Bei einem Fischgrätenmelkstand mit 6 Melkplätzen pro Seite und mit je eiem Melkzeug handelt es sich um eine „Doppel-Sechser-Fischgräte“.

Ist auf gegenüberliegenden Seiten nur jeweils ein Melkzeug vorhanden, nennt man diese „Wechselmelkzeuge“, dieser Melkstand wird auch als Swingover bezeichnet. Vorteil sind die günstigen Anschaffungskosten, Nachteil die Zahl an gemolkenen Kühen pro Stunde.

Parallel- und Fischgräten Melkstände mit einem Schnellaustrieb sorgen für ein zügiges Verlassen der Kühe nach dem Melken. Dazu wird aber ausreichend Platz benötigt, denn der umbaute Raum ist größer und die Baukosten dementsprechend höher. Zu empfehlen sind Schnellaustriebe erst ab mehr als acht Melkplätzen pro Seite.

Weniger häufig findet man Trigon- oder Polygonmelkstände. Wie viele Melkplätze vorhanden sind, ist von Stand zu Stand verschieden. Dies ist abhängig von der Herdengröße und wie viel Zeit der Bauer für das Melken aufwenden will.

Im Gegensatz zu Gruppenmelkständen findet man auch den Tandemmelkstand, einen typischen Einzelmelkstand, wo jedes Tier einzeln eintritt und den Stand auch wieder verlässt. So behindern sich die Tiere nicht gegenseitig und es können unter Umstände mehr Tiere pro Stunde gemolken werden. Auch die Behandlung bei Problemen gestaltet sic einfacher. Bei Gruppenmelkständen werden etwa fünf  Kühe pro Platz und Stunde gemolken, bei Einzelmelkständen sind es etwa zwei mehr.

Mobile Melkstände

Das Melkkarussel ist ein mobiler Melkstand. Die Kuh betritt dabei eine sich drehende Plattform. Hier sind auch die Melkzeuge installiert. Das Karussell dreht sich während des Melkens um die eigene Achse und die Kuh kann nach dem Melken am Eingang auch wieder das Melkkarussel verlassen. Diese Einrichtung eignet sich jedoch vorwiegend für Herden von mehr als 100 Tieren.

Es wird auch ein Sammel-, Warte-, Vorhof oder Voraum benötigt, damit die Tiere zum Melkplatz kommen, ohne groß hingetrieben werden zu müssen. Je nachdem, wo die Melkzeuge angebracht sind, kann der Melker innerhalb oder außerhalb des Melkkarussels arbeiten.

Bei Störungen oder wenn Tiere zum Melkstand getrieben werden müssen, hat man gleich jemanden zur Verfügung. Ein Innnenmelker ermöglicht eine perfekte Übersicht über die Kühe. Sollten z. B. Melkzeuge abfallen, so bemerkt man dies bei einem Innenmelker schneller als bei einem Außenmelker. Eine weitere mobile Melkeinrichtung ist der Weidemelkstand.

Heutzutage werden auch automatische Melkstände und -systeme genutzt. Diese erkenen die Tiere, speichern Melkergebnisse und erledigen elektronisch einzelne Arbeitsabläufe, wie z. B. die Abnahme der Melkzeuge oder das Nachmelken. Bewegungsaktivitäten werden in einem automatischen Melkstand erfasst und gespeichert und es kann ein perfektes Herdenmanagement erfolgen.

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