Landmaschine – Landmaschinen
Die Landmaschinen zählen insgesamt zur Landtechnik. Es handelt sich dabei jedoch nicht nur um Geräte, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, wie der Name zunächst vermuten lässt. Auch die Herstellung, der Verkauf, die Reparatur und die Wartung von Landmaschinen werden dem großen Bereich Landtechnik zugeordnet.
Was gehört zu den Landmaschinen?
Der Traktor, der auch Trecker oder Schlepper genannt wird, zählt zu den landwirtschaftlichen Zugfahrzeugen und zählt damit zu den wichtigsten Landmaschinen. Neben dem Pflug und der Egge gehört auch der Mähdrescher zu den in der Landwirtschaft genutzten Geräten. Während erstere bei der Bestellung des Feldes zum Einsatz kommen, hilft der Mähdrescher bei der Getreideernte. Drill- und Pflanzmaschine helfen bei der Ausbringung der Saat und der Düngerstreuer sorgt für die benötigten Nährstoffe.
Landmaschinen in der Landtechnik
Als Landmaschine werden also nicht nur die unmittelbar in der Landwirtschaft eingesetzten Maschinen und Anlagen bezeichnet, sondern auch alles rund um den Service dieser Geräte. Neben den Landmaschinen gibt es auch so genannte Ausrüstungsgüter, die zum Beispiel der Hofinnenwirtschaft dienen, d. h. im Inneren eines Hofes eingesetzt werden. Eine bekannte Landmaschine für diesen Einsatzzweck ist die Melkmaschine, während der Mähdrescher bevorzugt außerhalb des Hofes, also auf dem Feld direkt eingesetzt wird.
Ein wichtiges Kriterium für eine Landmaschine ist ihre Mobilität. So können die meisten Geräte und Anlagen entweder selbst fahren oder sie werden mit Hilfe eines Schleppers zum Ort ihres Einsatzes gebracht. Um das richtige Feld zu finden, sind moderne Traktoren und Maschinen, wie sie z. B. für Saat, Düngung oder Ernte eingesetzt werden, heutzutage mit Satelliten-Navigation und Kartierung ausgestattet. Diesen Trend nennt man Precision Farming. Dadurch können die Geräte selbstständig nicht nur ihren Einsatzort finden, sondern auch die entsprechenden Mengen Saatgut oder Dünger an genau der Stelle ausbringen, wo dies benötigt wird.
Landwirtschaftliche Betriebe bauen zunehmend ihre Flächengröße aus, die sie bewirtschaften. Für diesen Strukturwandel sind leistungsfähige Maschinen nötig, die so viele Arbeitsabläufe wie möglich automatisch erledigen können. Durch solche modernen Landmaschinen lassen sich enorme Kosten einsparen.
Weil aber die kleineren und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe konkurrenzfähig bleiben wollen, investiert nicht jeder einzeln in eigene Maschinen in der Landwirtschaft. Die Beauftragung von Lohnunternehmern für bestimmte Aufgaben ist für kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe eine Lösung, um ihre Kosten zu senken. Außerdem schließen sich die Unternehmen zusammen und bilden Maschinenringe, wodurch dann jeder einzelne Landwirt die benötigte Landmaschine nutzen kann.

Landmaschinen, Trecker und landwirtschaftliche Geräte übernehmen heute einen großen Teil der Aufgaben, die noch vor 100 oder 200 Jahren durch die Hände der Landarbeiter verrichtet werden mussten. Erst durch den massiven Einsatz der Großgeräte wie Trecker in den einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben ist es in den letzten Jahren und Jahrzehnten möglich geworden, die Erträge und die Effizienz eines ganzen Wirtschaftszweiges auf unglaubliche Art und Weise zu steigern. Gerade durch eine hohe Mobilität zeichnen sich die Landmaschinen aus und das macht sie so vielfältig einsetzbar. Eine der wichtigsten Arbeitsgeräte, ohne die kein Bauer heute mehr auskommt, ist sicher der Traktor, welcher umgangssprachlich oft auch einfach als Trecker bezeichnet wird. Dabei hat dessen Geschichte wenig vielversprechend begonnen, denn im 19. Jahrhundert wurden die Landmaschinen vor allem mit Dampfkraft angetrieben, was verschiedene Nachteile mit sich brachte. Sie waren groß, schwer, meist stationär aufgebaut und aus diesem Grund nur bedingt als Zugmaschine einsetzbar. Erst die Entwicklung der Otto- und Dieselmotoren sollte ihrer festgefahrenen Entwicklung neuen Schwung verleihen und zu einer großen Zahl verschiedenster Innovationen auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Technik führen – wie etwa der Entwicklung neuer Traktoren. Die Erfindung selbst fahrender Modelle machte den Trecker zu dem, was er auch heute noch ist, die Landmaschine Nummer 1.