Die Landmaschine Nummer 1

Kartoffelroder

Nur ein Kartoffelroder sorgt für den heimischen Kartoffelgenuss

Europa ist nun einmal das Land der Kartoffeln, von daher ist es allzu logisch, dass auch der Kartoffelanbau auf dem Feld neben dem Getreide und Rüben einen großen Prozentsatz ausmacht. Früher als es noch genügend Arbeitskräfte in der Landwirtschaft gab und die Furchen mit einem Pflug gezogen wurden, natürlich von einem Pferd, mussten Erntehelfer hinter dem Pflug herlaufen und die Kartoffeln aufsammeln. Nach getaner Arbeit wurde dann das Feld für die Allgemeinheit freigegeben. Dann drängelte die Nachbarschaft auf die Felder, um Säckeweise noch Kartoffeln zu sammeln. Es lohnte sich.
Die Zeit ist lange Vergangen. Heute sorgen Kartoffelroder an den landwirtschaftlichen Traktoren für eine optimale Kartoffelernte.

Seit wann gibt es Kartoffelroder?
Die ersten wurden ca. Ende des 19. Jahrhundert in den Dienst gestellt. Sie waren der Anfang einer automatischen Kartoffelgewinnung. Später folgte dann ein Kartoffelroder mit einem automatischen Auswurf der Kartoffeln.
Die ersten so genannten Schleuderroder wurden von einem Briten im Jahre 1852 entwickelt.
Dabei handelt es sich um eine zwischen den beiden Rädern angebrachte, mit Gabeln versehene Spindel. Der Antrieb erfolgte über die Räder des Roders. Die sich dadurch drehende Spindel grub somit die Kartoffeln aus dem Erdreich und schleuderte sie seitlich weg. Das ganze ergab dann technisch einen Schleuderroder. Bedingt durch die Antriebsart, konnte der Schleuderroder von Pferden gezogen werden, der Antrieb erfolgte über die Räder des Kartoffelroders, denn zu dieser Zeit konnte sich allenfalls ein Großbauer einen Traktor leisten. Später verbreiteten sich dann immer mehr die Traktoren mit einer zusätzlichen Zapfwelle. Durch eine permanente Weiterentwicklung der Kartoffelroder, konnte die Antriebseinheit dann über die Zapfwelle gesteuert werden.

Die nächste Steigerung der Kartoffelroder war der Siebroder:
Bei diesem technischen Ablauf werden die Kartoffeln nicht nur seitlich weggeschleudert, sondern die Kartoffeln werden mit dem Erdreich auf ein Sieb gehoben. Das sich bewegende Sieb trennt die Kartoffeln vom Erdreich, diese verbleiben in einer Reihe hinter dem Traktor.
Bei einigen Kartoffelrodern wird das Sieb auch über die Zapfwelle des Traktors bedient.

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