Die Landmaschine Nummer 1

Ballenwickelgerät-Ballenwickelgeräte

Ein Ballenwickelgerät wird für das Beziehen runder Ballen eingesetzt. Oft sieht man diese Ballen nach erfolgter Ernte auf den abgeernteten Feldern liegen. Nach dem Trocknen werden die gepressten oder gewickelten Ballen mit Hüllen gegen die Witterung überzogen und lagern so noch eine ganze Weile auf dem Feld, bevor sie abtransportiert werden.

Arbeitsweise

Das Ballenwickelgerät gehört zu den Maschinen, die in der Landwirtschaft verwendet werden. Seine Aufgabe ist es, welkes Gras von Wiesen in PVC-Folie zu verpacken. Das Gras wurde vorher mit Hilfe einer Ballenpresse in Form gepresst, so dass daraus die typischen Grasballen enstehen.



Das luftdichte Verpacken durch das Ballenwickelgerät hat einen bestimmten Grund: So soll die Hülle des Gären vom Futtermaterial ermöglichen. Diesen Gärvorgang kennt man sonst von großen Silo-Anlagen. Doch auch auf dem Feld ist dieser Vorgang möglich, wenn man ein Ballenwickelgerät zum Verpacken des Futtermaterials zur Verfügung hat.

Dies ist wesentlich kostengünstiger, als die Silage. Die meisten Landwirte verfügen nicht über eigene Silos und müssen daher auf Anlagen zurückgreifen. Für einzelne Bauern ist daher die Nutzung von Ballenwickelgeräten sinnvoll, denn es handelt sich dabei um eine preiswerte Lösung zur Futterkonservierung.

In Silos konserviertes hochwertiges Grünfutter wird per Milchsäure zur Gärung gebracht. Besonders Rinder als Widerkäuer nutzen diese Futter, da ihr Fermentmagen im Pansen die entstehenden Struktur-Kohlenhydrate verdauen kann. Neben der Futtergewinnung dient die Silierung zur Konservierung von nachwachsenden Rohstoffen. Diese dienen der Energiegewinnung mit Hilfe von Biogasanlagen. Konserviert werden Gras, Mais, Luzerne, Klee, Getreide oder Ackerbohnen und ebenso Rübenblätter oder Biertreber.

Details der Ballenwickelgeräte

Ballenwickelgeräte eignen sich als Anbaugeräte an Traktoren. Sie werden über die Zapfenwelle des Traktors angetrieben. Im Handel sind kombinierte Maschinen erhältlich, welche die Ballen pressen und danach gleich einwickeln können.

Ein Ballenwickelgerät verarbeitet beispielsweise Folien in 500er bzw. 750er Breite, woraus Klein- bzw. Normalballen entstehen. Wichtig ist, die benötigte Ölmenge zu kennen, um eine bestimmte Umdrehungsgeschwindigkeit zu erzielen. Die Anschlüsse beim Ballenwickelgerät sind meist über die Drei-Punkt-Hydraulik möglich. Ballenwickelgeräte können beleuchtet sein.

Besondere technische Details sind elekrischer Umdrehungszähler oder Ballenzähler, was sehr praktisch ist. Das Fahrwerk läuft meist über eine Achse, der Antrieb erfolgt durch die Zugmaschine. Auch Ballenmaße von 120 x 70 cm sind möglich. Ballenwickelgeräte verfügen teilweise über Druckluftbremsanlagen und Weitwinkel-Gelenkwellen sowie eine selbstständige Reinigung am Knoter.

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