Die Landmaschine Nummer 1

Heuwender

Der Heuwender ist ein unerlässlicher Helfer in der Landwirtschaft. Das Arbeitsgerät gehört zu den sogenannten Futterwerbegeräten, weil es den Trocknungsprozess des Mähgutes unterstützt. Dadurch entstehen aus frischgemähtem Gras die Futtermittel Heu und Silage.

Praktischer Helfer – Der Heuwender

Dass es maschinell betriebene Heuwender überhaupt gibt, ist keine Selbstverständlichkeit. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das zu trocknende Gras nämlich per Hand – zumeist mithilfe einer Forke oder eines Handrechens – gewendet. Die erste Heuwendemaschine kam 1959 auf den Markt. Sie besaß nur einen einzigen Kreisel, was heute kaum noch vorstellbar ist. Moderne Geräte besitzen mehrere dieser Kreisel, den Grundstein dafür legte seinerzeit die Maschinenfabrik Fahr.



Inzwischen gibt es ganz unterschiedliche Heuwender-Modelle. Der Kreiselzettwender hat eine Spannweite von bis zu 15 Metern. Der Rahmen dieses Heuwenders ist nicht selten hydraulisch zusammenklappbar, wodurch die Arbeitsbreite des Gerätes individuell verstellt werden kann.

Die neusten Modelle können sogar Grenzstreuen. Das heißt, dass das entstandene Futter nicht auf den Nachbargrundstücken verteilt wird. Kreiselzettwender haben stets eine gerade Anzahl an Kreiseln, da an jedem von ihnen Zinkenträger mit Doppelzinken angebracht sind, die sich paarweise gegenläufig bewegen. Durch diese Bewegung wird das Mähgut nach hinten gestreut.

Varianten des Heuwenders

Eine andere Variante der Heuwendemaschine ist der Bandrechwender. Dieses Gerät wird bevorzugt in der Berglandwirtschaft eingesetzt, da es eine Hangneigung von bis zu 80% bezwingen kann. Kreisel kommen beim Bandrechwender nicht zum Einsatz. Stattdessen arbeiten gesteuerte Zinken, die zuvor an Zahnradketten befestigt wurden. Bei dieser Methode wird das fertige Mähgut zu beiden Seiten des Gerätes abgeworfen.

Der Gabelheuwender funktioniert ähnlich wie eine Heugabel. Einzelne Gabeln wurden auf eine Kurbelwelle montiert, wodurch das Gras portionsweise „aufgegabelt“ und nach hinten geworfen wird. Obwohl der Gabelheuwender ein sehr gut schonender Heuwender ist, wurde er bis heute nicht weiterentwickelt, was ihn für Landwirte unattraktiv macht. Schuld daran sind die vielen Unfälle, die sich in früherer Zeit mit der Maschine ereigneten.

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