Die Landmaschine Nummer 1

Einzelkornsämaschine – Einzelkornsämaschinen

Als Aussaat wird der Vorgang bezeichnet, bei dem das zu verwendende Saatgut in das vorbereitete Saatbeet gesät wird. In der Landwirtschaft werden hierbei die Saatverfahren Breitsaat, Dippelsaat, Drillsaat und Einzelkornsaat unterschieden. Einzelkornsämaschinen sorgen für den richtigen Abstand sowie die perfekte Saattiefe beim Säen der Körner.

Aufgaben von Einzelkornsämaschinen

Wie ihr Name verrät, dient die Einzelkornsämaschine der Saat einzlner Pflanzkörner. Das Einzelkornsaatverfahren kommt meist bei teuren Feldkulturen zum Einsatz, deren Ausbeute von einem ebenmäßigen Pflanzenabstand abhängt.



Insofern beabsichtigt die Einzelkornsaat grundsätzlich, einen gleichmäßigen Bereich zwischen den einzelnen Gewächsen zustande zu bringen, in dem die Saat innerhalb der jeweiligen Reihen zentimetergenau mit identischem Abstand abgelegt wird. Dies ist beispielsweise beim ergiebigen Anbau von Mais und Zuckerrüben, aber auch bei Sonnenblumen, Raps, Bohnen und Soja erforderlich.

Für das Einzelkornsaatverfahren müssen deshalb spezielle landwirtschaftliche Geräte eingesetzt werden, die als sogenannte Einzelkornsämaschinen bezeichnet werden.

Funktionsweise

Einzelkornsämaschinen ziehen – ähnlich der Drillmaschine – mittels Säschar eine Särinne in das Saatbeet. Die Zuführung des Saatgutes wird dann jeweils einzeln für alle Saatkörner vorgenommen. Damit wirklich jedes Einzelkorn zentimetergenau in einen zuvor abgegrenzten Abstand in die einzelnen Reihen gelegt wird, kommen bei Einzelkornsämaschinen pneumatische oder mechanische Regelsysteme zum Einsatz.

Je nach Bedarf können Einzelkornsämaschinen somit in mechanische Spezialmaschinen oder sogenannte pneumatisch arbeitende Kombinationsmaschinen unterteilt werden. Die zuletzt genannten Kombinationsmaschinen sind allerdings nur bei speziellen einzelbetrieblichen Bedingungen ratsam.

Nach der Kornablage werden die einzelnen Rinnen mit lockerem Boden mittels des an der Einzelkornsämaschine angebrachten Bügels zugedeckt. Eine kleine Walze drückt zusätzlich den so aufgeschichteten Boden leicht an. Dies dient vordergründig der Verbindung zu den Kapillaren; damit soll eine Begünstigung der Keimungseinleitung erfolgen.

Ausstattungsmerkmale

Eine Einzelkornsämaschine sollte – je nach Verwendungszweck – über eventuelle Sonderausstattungen verfügen. Dazu zählen zum Beispiel Fahrgassenschaltung oder Fahrgassenmarkierer, zentral befüllbare Behälter, Saatüberwachungscomputer, opto-elektronische Körnerzählung, konische oder Fingerdruckrolle, Halbseitenabschaltung, Schnellentleerungsklappe, Mikrogranulatstreuer und Düngestreuer.

Die Einzelkornsämaschine muss vielseitig einsetzbar sein und äußerst zuverlässig und genau arbeiten. Darüber hinaus sollten sie robust gebaut sein und trotzdem über eine einfache Bedienung verfügen. Aber auch hier gilt der Grundsatz: Eine Einzelkornsämaschine ist nur so gut wie der Fahrer, der sie betätigt.

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