Die Landmaschine Nummer 1

Düngerstreuer

Bei einem Düngerstreuer handelt es sich um eine Maschine, die entweder selbst fahren kann oder an einen Traktor angehängt wird. Sie kann eigene Räder besitzen und bringt den Dünger auf den Feldern und Wiesen aus. Die Industrie stellt hierfür Feststoff-Dünger chemisch her, welcher entsprechende Körnungen besitzt. So können Kalk, Stickstoff, Volldünger und andere Stoffe auf den Feldern verteilt werden.



Arbeitsweise

Düngerstreuer arbeiten nach drei verschiedenen Arbeitsweisen:

Am häufigsten finden sich Düngerstreuer, welcher den Dünger mit Hilfe eines Schleuderwerkes verteilen. Wir kennen dieses System von den Salzstreuern, die die Straßen eisfrei halten. Dabei rotieren Scheiben mit 700 bis 1000 Umdrehungen pro Minute.

Die Wurfflügel auf den Scheiben werden durch diese Zentrifugalkräfte beschleunigt und der Dünger dadurch ausgeworfen. Dabei gibt es Einscheiben-Zentrifugaldüngerstreuer und Zweischeiben-Zentrifugaldüngerstreuer. Der zweitgenannte Düngerstreuer kann den Dünger präziser verteilen und erreicht Arbeitsbreiten zwischen 10 und 50 Metern.

Das zweite Verfahren ist die Düngerverteilung per Pneumatik- oder Exaktstreuer. Dabei dosiert ein Luftstrom den Dünger, ein Gestänge und ein Prallteller sorgen für die Verteilung in der gewünschten Arbeitsbreite, wobei Gestängebreiten bis maximal 36 Meter zurzeit erhältlich sind.

Die dritte Möglichkeit ist das Beschleunigen des Düngers mittels eines Pendelrohres. Aufgrund der begrenzten Arbeitsbreite von maximal 15 Metern verliert dieses Verfahren jedoch zunehmend an Bedeutung.

Entsprechende Einstellmöglichkeiten an den Düngerstreuern sorgen dafür, dass die Pflanzen genau so viele Nährstoffe bekommen, wie sie benötigen. Damit die Verteilung des Düngers optimal erfolgen kann, ist eine Einstellung des Streuwerkes auf die benötigte Arbeitsbreite möglich und notwendig.

Zwischen 10 und 50 Metern Arbeitsbreite können eingestellt werden. Diese ist abhängig vom eingesetzten Dünger und den Flugeigenschaften der Düngerkörner. Auch die richtige Mengendosierung richtet sich nach den Rieseleigenschaften des verwendeten Düngers und muss stets neu angepasst werden.

Zur Berechnung gibt es folgende Abdrehformel:
Streumenge (kg/Hektar) * Arbeitsbreite (m) * Fahrgeschwindigkeit / 600

Die Antriebe von Schleuderwerken erfolgen bei Düngerstreuern mit Rädern über diese. Hat der Düngerstreuer keine Räder, so erfolgt der Antrieb mittels Zapfenwelle, elekrisch von 12 bis 400 Volt oder über die Hydraulikpumpe des Traktors.

Welche Streufehler auftreten können

Streufehler treten auf, wenn die Lageregelung nicht optimal ist oder die Hubstrecken ungleich lang sind. Es muss darauf geachtet werden, dass die Unterlenkstreben kein Spiel haben. Das Gestänge muss sorgsam ausgewählt und geprüft werden und die Auslaufquerschnitte sollten gleich sein. Das Lager für die Streuteller darf nicht ausgeschlagen sein. Nachteilig ist auch, wenn die Maschinen nicht optimal an die Düngerfurm angepasst wurden. Um Umschaufeln und unterschiedliches Rollvermögen zu vermeiden, muss die Düngerqualität berücksichtigt werden.
 

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