Die Landmaschine Nummer 1

Drillmaschine – Drillmaschinen

Eine Drillmaschine kommt bei der Reihensaat zum Einsatz, die auch Drillsaat genannt wird. Der Begriff Drillen leitet sich von der so genannten drehenden Zuführung der Saatkörner über eine Nockenwalze ab. Die Drillmaschine zieht die Rinnen, die mehrere Zentimeter tief sind. Vorteilhaft dabei ist eine sehr genaue Ablage des Saatgutes in einer gleichmäßigen Tiefe. So können Vögel nicht so schnell Schaden anrichten, wenn sie oberflächliche Körner fressen und die Saat geht besser und gleichmäßiger auf. Auch an Saatgut wird dadurch erheblich gespart.

Etwas Geschichte

Sämaschinen bzw. Drillmaschinen gab es schon bei den alten Sumerern, allerdings waren diese eher primitiver Natur . Bereits im 2. Jh. vor Chr. gab es bei Ausgrabungen Funde von Saatscharen, dem Zubehör der Drillmaschinen. 85 v. Chr. wurde durch einen Beamten, Zhao Guo, ein der Drillmaschine ähnliches Gerät bekannt gegeben. Angeblich konnte man damals schon 7 Hektar pro Tag besäen. Das Patent zur ersten europäischen Drillmaschine erhielt erst 1566 in Venedig Camillo Torello. In den Folgejahren wurde die Maschine immer weiter entwickelt und verbessert.



So gab es um 1700 mehrere Drillmaschinen, die schon ziemlich robust waren. Aber erst gegen Mitte des 19. Jahrhundertes arbeiteten sie zuverlässig und waren rentabel genug. Anfang der 30er Jahre des 19. Jahrhunderts stellte ein böhmischer Landwirt namens Franz Horsky eine Drillsaatmaschine vor.

Arbeitsweise

Früher wurden die Drillmaschinen mit Hilfe von zwei Pferden betrieben. Weiterhin wurden drei Mann als Besatzung benötigt, der Pferde- und der Maschinenlenker sowie der Säscharkontrollleur. Die Säleistung lag bei 7 bis 12 Hektar je Tag. Im Vergleich dazu kann heutzutage eine Säkombination, die ein Schlepper zieht, das Vielfache der damaligen Fläche säen.

Die herkömmliche Drillmaschine besitzt kleine Pflugschare, die Schleppschare, die den Ackerboden ein wenig aufreißen können. Das Saatgut wird in kleine Furchen gelegt und das Ganze durch den nachlaufenden Striegel geglättet und verschlossen. Direktsämaschinen sind seit ca. 1970 im Einsatz, wobei das Getreide direkt gesät wird, ohne vorher zu pflügen. Je weniger der Boden bearbeitet wird, umso eher wird die Tierwelt, die dort lebt, geschützt, wie z. B. der Regenwurm. Damit zählt die Direktsaat zu den schonenden Landbewirtschaftungs-Formen.

Nicht überall kann sie jedoch angewandt werden. So senkt sich z. B. die Bodentemperatur. Pflanzenreste beschatten den Boden und nehmen damit großen Einfluss auf die Keimung und spätere Maßnahmen zum Pflanzenbau. Selbst im ökologischen Landbau ist Direktsaat eine willkommene Methode. Nutzen mehrere Landwirte die Drillmaschinen, so können sie die Felder kostengünstiger bewirtschaften.
 

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