Die Landmaschine Nummer 1

Scheibenegge – Scheibeneggen

Mit einer Scheibenegge, die man auch Telleregge nennt, werden Erdbrocken zerkleinert. Solche treten nach landwirtschaftlichen Arbeiten, zum Beispeil beim Pflügen auf. Vor der Aussaat dient die Egge der Vorbereitung des Saatbettes und zum Einbringen ausgesäter Körner. Eggen fahren nicht selbst, sie werden entweder von Zugtieren oder Maschinen, wie Traktoren, gezogen.

Name und Wirkungsweise

Der Name der Egge leitet sich vom lateinischen Begriff acer für scharf oder schneidend ab. Die ersten Eggen besaßen ein Gerüst aus hölzernen Zinken, später wurde das Holz gegen den widerstandsfähigeren Stahl ausgetauscht.



Die Scheibenegge besitzt gewölbte Scheiben. Diese sind schräg angeordnet und schneiden den Boden auf. Dabei wird die Erde gut durchgemischt. Dabei arbeiten in den meisten Fällen zwei gegenläufig angeordnete Scheibenbalken zusammen. Die vordere Reihe besitzt oft gezackte Scheiben, während die hintere Reihe der Egge mit glatten Scheiben ausgestattet ist.

Die herkömmlichen Scheibeneggen besitzen eine schräg gestellte Achse, auf der sich alle Scheiben einer Reihe befinden. Dadurch hat diese Egge eine größere Baulänge im Vergleich zu Kurzscheibeneggen mit einzeln schräg gelagerten Scheiben. Die Scheibeneggen der längeren Bauart besitzen oftmals ein eigenes Fahrgestellt, während die Kurzscheibeneggen auf der Dreipunkthydraulik des Schleppers mitgeführt werden können. Ein weiterer Vorteil von Kurzscheibeneggen liegt in ihrem Arbeitstempo, welches bei 12 bis 15 Kilometern pro Stunde liegt.  Herkömmliche Scheibeneggen hingegen besitzen nur eine Arbeitsgeschwindigket von ca. 10 Kilometern pro Stunde.

Abhängig von der Zinkenzahl erzeugen Eggen einen recht feinen Bodenszustand. Neben dem Pflug zählen sie zu den wichtigsten Arbeitsgeräten eines Bauern. Schwere Modelle können den Pflug sogar ersetzen.

Welche Eggen Typen gibt es?

Zunächst einmal werden Eggen in Maschinen mit und ohne Antrieb unterschieden. Neben der Scheibenegge, die ohne Antrieb funktioniert, gibt es noch die Zinkenegge mit starren oder Federzinken. Auch die Spatenrollegge ist eine Scheibenegge.

Ein Antrieb mit Hilfe einer Zapfenwelle kennzeichnet beispielsweise Kreiselegge, -grubber und Rüttelegge. Dabei haben diese Eggen eine Walze zum Abstützen, die auch der Tiefeneinstellung und der Verfestigung des Bodens dient.

Die Rotor- oder Kreiselegge wird meist mit dem Traktor verbunden und so angetrieben. Die einzelnen Kreiseln wurden in einer Reihe auf einem Werkzeugträger verteilt und verfügen über Zinkenpaare. Sie arbeiten je nach Aufgabe in unterschiedlichen Bodentiefen. Wird eine Drillmaschine zusätzlich aufgebaut, dann wird aus dem Vorbereiten und dem Säen ein Arbeitsgang. Dadurch spart der Bauer Kosten und schont den Boden. Eine ähnliche Variante ist der Kreiselgrubber, welcher bei der Mulchsaat zum Einsatz kommt.

Bei der Zinkenrotoregge sind im Gegensatz zur Scheibenegge die Zinken an einem Rotor befestigt. Mit einer solchen Egge werden z B. Stoppelfelder schonend bearbeitet, wobei der Traktor für den Antrieb leistungsstark sein sollte. Weiterhin gibt es noch Rüttelggen, welche leichter als Kreiseleggen sind und daher kleine Erdschollen oder leichte Böden bearbeiten. Taumeleggen, Spatenrolleggen, die zu den Scheibeneggen gehören, oder aber Scheibenflug, Netzegge und Wiesenegge sind weitere Arten von Eggen.

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