Die Landmaschine Nummer 1

Grubber

Wenn der Boden keine Luft zum atmen hat, muss der Grubber ran

Es ist immer das gleiche Bild, im Frühjahr wird die Hacke und der Spaten aus dem Keller geholt und der Garten umgegraben oder mit einer Hacke aufgelockert, damit neu gepflanzt werden kann. Soweit spielt sich das ganze im Privatbereich ab.

In der Landwirtschaft sieht es schon etwas anders aus, denn dort handelt es sich nicht um 100 bis 500 m², sondern um einige Ha. Ackerland die gedüngt und bestellt werden müssen.

Wozu muss der Ackerboden vorher noch bearbeitet werden?

Wenn der Boden immerzu ertragsreif geerntet wird, verdichtet er sich und hat keine Luft zum atmen. Ein dichter Boden verringert die Fruchtbarkeit, was zu einem geringeren Ernteertrag führt, weiterhin kann es zu einer Staunässe kommen. Staunässe bedeutet, es kommt nicht überall im Boden zu einer ausgeglichenen Feuchtigkeit. Es bietet sich auch kein Platz mehr für Regenwürmer und dergleichen, die mit ihrer Arbeit im Boden für eine Auflockerung sorgen. Selbst die Wurzeln können sich in einem verdichteten Boden nicht mehr richtig entfalten. Ein guter Boden zeichnet sich durch seinen Säuregehalt und seiner Struktur aus, er ist gut durchlüftet und krümelig.

Wie kann es zu einer Verdichtung im Boden kommen?

Neue Studien belegen, dass die bis zu 10 Tonnen schweren Landmaschinen durch häufiges Befahren den Ackerboden verdichten. Die Bodenmasse wird zusammengepresst und kann die Feuchtigkeit nicht mehr so verteilen. Sauerstoffmangel und Staunässe hemmen den Abbauprozess im Boden, welcher aber Nährstoffe benötigt, um nicht zu modern.

Wie rückt man dem Problem zu Leibe?

Hierfür gibt es Grubber, auch Krümmer oder Kultivator genannt. Dieses in der Landwirtschaft eingesetzte Gerät mit einer Arbeitstiefe von 10 cm wird zur Vorbereitung des Saatbettes benutzt.

Was ist ein Grubber?

Früher vor rund 150 Jahren wurde der Grubber in starrer Bauweise gefertigt. Die Breite und Anzahl der Zinken wurde den Zugtieren angepasst, die ja immerhin den Grubber über den Acker ziehen mussten. Ab dem Jahre 1900 begann das Zeitalter der motorbetriebenen Grubber, die damit verbundenen schwereren Grubber erreichten eine Arbeitstiefe von bis zu 50 cm.

Natürlich hat sich im Laufe der Jahre auch hier die Technik stark verändert. Die Bauart der starren Zinken ist den vibrierenden G – Zinken aus Federstahl gewichen. Diese sind störunanfällig und lassen einen Einsatz noch größerer Schlepper zu, was dadurch zu einer Leistungssteigerung führt.

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