Die Landmaschine Nummer 1

Archiv für Dezember, 2009

Eicher Traktoren

Pflügt man den Acker weicher, fährt man einen Eicher

Es gibt immer noch einige nennenswerte Traktoren in Deutschland, viele von ihnen haben aber inzwischen das zeitliche gesegnet und sind vom Markt verschwunden. So passierte es auch mit den Traktoren von Eicher. Wie alle Unternehmen dieser Art, begann der Aufstieg nach dem zweiten Weltkrieg. Die ersten Traktoren wurden noch mit Motoren von Deutz und MWM angetrieben. 1948 folgte dann der erste Dieseltraktor mit Luftkühlung unter dem Namen ED und EKL mit eigenem Eicher- Motor. Es folgten zwei weitere Werke in Dingolfing und Forstern. Unter Zuhilfenahme dieser aufgekauften Werke, setzte Eicher bis 1953 rund 20.000 Traktoren ab.



Im Jahre 1959 produzierte Eicher in Zusammenarbeit einer indischen Firma den ersten indischen Traktor, die alten Modelle ED und EKL wurden abgelöst und es entstand die Reihe: „Serengeti darf nicht sterben“, mit Namen aus der Reihe der Raubtiere. Bis 1986 wurden unter der Bezeichnung: Tiger, Panther und Leopard 120.000 Eicher –Traktoren produziert. Nach wie so häufig finanziellen Schwierigkeiten ging das Unternehmen Eicher-Traktoren von 1982 bis 1984 in den Besitz der indischen Tochter über. Mit diesem Besitzerwechsel änderte sich jedoch die finanzielle Lage nicht zum Vorteil. Sinkende Absatzzahlen und folgende Besitzerwechsel führten schließlich 1992 zum Konkurs. Das indische Unternehmen blieb unter dem Namen: „Eicher Goodearth Ltd.“ Bestehen und gehört heute zum größten Produzenten für Traktoren, LKW und Motorräder auf diesem Kontinent.

Werden noch Eicher- Traktoren gebaut?
Ein ehemaliger holländischer Importeur produziert seit 2007 wieder unter dem Namen Eicher Traktoren. Es handelt sich hierbei um zwei Allrad- Traktoren mit je einem luftgekühlten Dieselmotor, unter der Bezeichnung 677 und 777.
Vielleicht hilft bei dem Verkauf ja der alte Spruch: „Wird der Bauer reicher, fährt er einen Eicher“. Der Spruch natürlich auf Holländisch.

Gibt es noch Ersatzteile von Eicher?
Nach dem Konkurs von 1992 wurde die Eicher Landmaschinen- Vertriebs GmbH gegründet, deren Sitz und Ersatzteillager in Ganacker bei Landau ist. 2007 wurde dann der Ersatzteilvertrieb von dem Eicher Händler Christoph Schmidt übernommen, welcher mit einem Team für eine reibungslose Ersatzteilbeschaffung sorgt.

Was ist mit den alten Traktoren passiert?
Die alten Eicher- Traktoren mit einem Zylinder, oder der Panther, der Eicher 335, Eicher EKL 15 2B, sowie der Eicher Königstiger erfreuen sich noch heute auf Oldtimer- Treffen großer Beliebtheit

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Schlepper

Schlepper, die Arbeitstiere der Landwirtschaft

Die Zeit der Pferde als Zuggespann in der Land –und Forstwirtschaft ist lange Vergangenheit.

 In heutiger Zeit sieht man die Pferde höchstens noch in Urlaubsorten als Kutsch- Gespann.
Waren sie doch immer treue Arbeitstiere, wurden sie jedoch immer mehr von Traktoren und Schlepper abgelöst, da die Anforderungen in der Landwirtschaft stetig größer wurden.


Wofür wird ein Schlepper benötigt?
Es gibt zum Beispiel landwirtschaftliche Geräte ohne eigenen Antrieb, diese müssen aber ständig von a nach b bewegt werden. Bagger, Planierraupen und sonstige Fahrzeuge werden auf einem Tieflader mittels Sattelschlepper befördert. Schlepper sind vielfach Fahrzeuge ohne eigenen Aufbau. In der Landwirtschaft oder Forstwirtschaft kann man in der Regel mit einem Sattelschlepper nichts anrichten, da es sich teilweise um unwegsames Gelände und Waldgebiete handelt. Für Arbeiten in diesen Bereichen haben sich kleinere aber dennoch kräftige Schlepper wie zum Beispiel der Unimog U 1200 oder der Hanomag R332 Granit bewährt. Kurze hochbeinige Schlepper, welche auch im Morast nicht stecken bleiben und in den Waldgebieten zwischen den Bäumen noch sehr wendig sind. Im Gegensatz zu einem Traktor lassen sich Schlepper auch nicht zweckentfremden, da sie nicht über eine externe Antriebswelle für Zusatzgeräte der Land –und Forstwirtschaft verfügen. Werden in der Landwirtschaft mehrere Anhänger auf einem Feld zum Beispiel beladen, lassen sich diese problemlos von einem Schlepper ziehen. Viele dieser wendigen Schlepper besitzen noch eine kleine Ladefläche, auf denen Fässer mit Diesel für andere landwirtschaftliche Fahrzeuge, oder sonstige Dinge transportiert werden können.
Große Bauernhöfe mit viel Hektar Land sind relativ weit verstreut, so auch bei Waldgebieten.

Derartige Anfahrtswege lassen sich mit einem Schlepper schneller erreichen, als mit einem Traktor. Das gleiche gilt auch für einen Schlepper als Zubringer auf dem Felde oder in einem Waldgebiet. Während die Geschwindigkeit mit einem Traktor bei ca. 30 km/h aufhört, erreicht ein Schlepper hier immer noch rund 80 km/h. Das bringt in einer Zeit wo Geld eine große Rolle spielt schon einige Vorteile über das Jahr gesehen.

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Einachser

Der Einachser – der Kleine unter den Traktoren

Als das Pferd seinen Abschied nahm in der Landwirtschaft, setzten sich immer mehr Maschinenfahrzeuge durch. Es begann die Generation der Traktoren und Schlepper. Die Problematik lag fortan nicht im Arbeitseinsatz dieser Geräte, sondern mehr in der zu bearbeitenden Landwirtschaft. Große Traktoren, oder auch kleine, für den normalen Einsatz auf dem Felde oder in der Forstwirtschaft. Wie sollten aber kleine Flächen bearbeitet werden, auf denen Pflanzungen oder Wein angebaut wird. Viele dieser Agrarflächen für Kleinbauern finden sich in den südlichen Ländern. Die Lösung war der: „ Einachser“.

Was ist ein Einachser?
Er fügt sich in die Riege der landwirtschaftlichen Kleinfahrzeuge im Nutzungsbereich ein. Schon von je her wurden die Einachser so konstruiert, dass sich diverse Zusatzgeräte dort anbauen ließen, um den Einsatz eines solchen Einachser für die verschiedenen Einsätze zu ermöglichen.

Was kann mit einem Einachser alles bewerkstelligt werden?
Mit den entsprechenden Zusatzgeräten lassen sich Rasen und Wiesen mähen. Mit anderen Zusatzgeräten lässt sich Gras schneiden, Laub beseitigen oder Heu zetten.
Für die Rasenneuanlage oder Rasenpflege sind Einachser wie geschaffen, Sie säen, befreien Unkraut am Wegesrand und lockern gleichzeitig die Deckschicht.
Mit weiteren Zusatzgeräten lassen sich perfekt Böden bearbeiten: Zum Pflügen, Eggen, als Krümler oder auch als Fräse. Die Liste der Zusatzgeräte ist schier unendlich, so lassen sich damit auch auf dem Reiterhof zum Beispiel Schmutz und Schnee beseitigen. Mit ein paar Spezialgeräten lässt sich mit einem Einachser sogar: Wasser pumpen, häckseln und Strom erzeugen.

Wo gibt es diese kleinen Arbeitstiere in Form eines Einachsers?
Man kann sie natürlich auch in Deutschland kaufen. Das Herstellerland mit den meisten Einachsern ist natürlich Italien. Italien hat es schon immer verstanden, kleine preiswerte Nutzfahrzeuge zu produzieren. Das beste Beispiel ist die legendäre Vespa und die allseits zu findenden Dreiradfahrzeuge mit 50 ccm. Klein und wendig, kaum Kosten verursachend meistern sie ihren täglichen Arbeitseinsatz. Genauso verhält es sich auch mit den beliebten Einachsern.

Wie werden die Zusatzaggregate angetrieben?
Zapfwellen- Einachser verfügen über eine oder mehrere Zapfwellen, welche die Zusatzgeräte antreiben.

Gibt es auch Oldtimer- Einachser?
Auf jeden Fall. Die Fa. Hummel baute 1952 einen Einachser mit einer Ladefläche und einem Berning D 2 universal Motor mit 6,5 PS Leistung. Ein weiteres interessantes Objekt ist der Agria 1800 D aus dem Jahre 1960 mit einem Hirth 2- Takt Dieselmotor mit 7 PS.

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