Die Landmaschine Nummer 1

Archiv für November, 2009

Kreiselegge

Keine Saatgutbereitung ohne Kreiselegge

Alles im Leben hat seine Berechtigung. Wir essen zwar alles, ohne sich darüber den Kopf zu zerbrechen, wo es herkommt und wie es gewonnen und produziert wird. Eines der Geräte, das sehr wichtig für den Feldertrag ist, stellt die Kreiselegge dar.

 

Was ist eine Kreiselegge?
Nach dem Pflügen oder besser Grubbern müssen die Erdschollen zerkleinert werden für die Saatbettbereitung, hierfür ist eine Egge notwendig, um den Boden aufzulockern, auch wird die Egge zur Einarbeitung der ausgesäten Körner verwendet. Während die Ureggen noch aus Holz waren, sind die heutigen Eggen aus Stahl. Das Gestell einer Egge besteht aus einer hohen Anzahl von Zinken, welche für einen feinen Untergrund auf dem Felde sorgen.
Bedingt durch den Einsatz unterschiedlicher Felder, ergibt sich eine große Anzahl von unterschiedlichen Eggen mit und ohne Antrieb, was soviel heißt, sie können mit einem Zugtier gezogen werden, oder von einem Traktor.
Kreiseleggen dagegen werden über die Zapfwelle des Traktors angetrieben, welche wiederum eine Walze antreibt, die zuständig ist für eine Tiefenführung und einer Rückverfestigung des Bodens. Die Kreiselegge ist in der Regel in einem Dreipunktanbau mit dem Traktor verbunden. Die Zapfwelle des Traktors wird über ein Winkelgetriebe mit der Kreiselegge verbunden, welches je nach Breite der Egge eine Vielzahl von Kreisel in einem Abstand von 25 bis 30 cm antreibt. Der Traktor bewegt sich mit der Kreiselegge im Schritttempo von rund 7 km/h. Die Kreisel bewegen sich dabei ca. mit 370 Umdrehungen pro Minute. Die Arbeitsbreite einer Kreiselegge liegt zwischen 2,5 und 4,5 Metern, die größte Breite beträgt bis zu 8m, Eine solche Kreiselegge kann auch zur Arbeitserleichterung mit einer Drillmaschine ausgerüstet werden. Damit werden die Arbeitsgänge der Bodenverfeinerung und die Aussaat in einem Arbeitsgang kombiniert. Das spart Zeit und Kosten.

Was bewirkt eine Kreiselegge genau?
Sie schafft eine Krümelwirkung bis 15 cm Tiefe und bereitet damit ein optimales Saatbett vor.
Die Arbeitsgeschwindigkeit lässt sich gezielt durch die Zapfwellendrehzahl und das Getriebe der Kreiselegge regeln. Technologisch sind Kreiseleggen auf dem höchsten Stand der Zuverlässigkeit im Dauereinsatz.

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Holzspalter

Die rechte Hand eines Kamins ist der Holzspalter

Wer einen Kamin besitzt, benötigt Kaminholz. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, er hackt und sägt es selbst, oder bezieht es aus der Forstwirtschaft, wenn ein Wald in der Nähe ist.

Für derartige Holzspaltarbeiten bietet sich ein Holzspalter an. Holzspalter gibt es in allen erdenklichen Variationen. Von klein bis groß und mechanisch bis hydraulisch. Die Größe ist immer abhängig von dem zu spaltenden Material. Die Arbeitsweise ist bei allen die gleiche, ein Holzstück wird gegen ein Spaltkeil oder Spaltkreuz getrieben und dadurch in zwei oder vier Teile geteilt. In der Landwirtschaft –und Forstwirtschaft werden die Holzspalter in der Regel hydraulisch betrieben und von gebrauchte Traktoren und gebrauchte Landmaschinen über dessen Zapfwelle, oder von einem Motor mit Wechselstrom oder Drehstrom betrieben. Für große Holzspalter kommt nur 400 V Drehstrom in Frage. Die Kraft der Holzspaltung wird in Tonnen angegeben. Es gibt liegende oder auch stehende Holzspalter. Ein liegender Holzspalter mit einem Gewicht von 50 kg erreicht einen ungefähren Spaltdruck von 4 bis 6 Tonnen.
Nun ist die Spaltkraft nicht immer entscheiden, es kommt auf das Holzstück an.

Wo liegen die Unterschiede bei einem Holzspalter?
Zum Holz spalten im Gartenbereich für Kaminholz zum Beispiel, reicht ein Holzspalter mit einer Spaltlänge von 40 cm gut aus. Größere Holzspalter mit einer Spaltgutlänge von 50 bis 80 cm sind bedingt durch die Vor –und Rücklaufzeiten im Nachteil. Durch den längeren Arbeitsweg sind sie langsamer und schaffen pro Stunde weniger Spaltmaterial.
Handelt es sich um großes Spaltgut in Form von Baumstämmen, sind tragbare Holzspalter für den professionellen Einsatz am besten geeignet. Schwere Holzstämme müssen somit nicht extra zu einem Holzspalter transportiert werden, sie können direkt auf dem Boden gespalten werden.
In der Privatwirtschaft unterscheiden sich die Holzspalter in Brennholzspalter und Kurzholzspalter, in stehender und liegender Ausführung. Bedingt durch die Unfallhäufigkeit sind alle neueren Holzspalter für den Privatbetrieb mit einer Zweihandauslösung versehen, was so viel bedeutet: Bevor nicht mit beiden Händen ein unterschiedlicher Knopf an dem Holzspalter bedient wird, bleibt dieser stumm.

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Ballenpresse

Flexibles Arbeiten mit einer Ballenpresse

Strohhalme vom Acker werden nicht mit der Hand gesammelt und zu Trinkhalmen verarbeitet, hierfür gibt es eine Ballenpresse. Die Ballenpresse unterscheidet sich in der Pressung zwischen einem Quaderballen und einem Rundballen.
Die weltweit meistverbreitete Ballenpresse ist die Rundballenpresse. Erst seit 1972 auf dem Markt, wurde sie von der Vermeer Companie in Amerika erfunden.

Was macht eine Ballenpresse genau?
Sie presst Heu, Stroh oder sonstige Dinge der Landwirtschaft zu Ballen. Diese Pressung dient einer reibungslosen Beförderung und Lagerung der Ballen. Eine Ballenpresse presst Heu mit einem Gewicht bis zu 400 kg und Silage bis 1000 kg. Der Vorteil liegt eindeutig bei der Rundballenpressung, da diese über kurze Strecken gerollt werden kann. Für Quaderballen ist in jedem Fall ein Frontlader oder Teleskoplader nötig. Generell werden Ballenpressen von einem Traktor gezogen und über die Zapfwelle mechanisch angetrieben.

Wie ist die Funktionsweise einer Ballenpresse?
Das Heu wird in der Ballenpresse aufgerollt, bis zu einem Durchmesser von 120 bis 180 cm.
Die Breite beträgt immer 120 cm und das Gewicht zwischen 150 und 750 kg. Hat der Ballen seine Standardgröße erreicht, wird er mit Bändern oder Netzen gebunden, bevor er hinten hinausrollt. Diese Arbeit der Wicklung kann auch von einer Ballenpresse mit integriertem Wickelgerät übernommen werden. Ballenpressen für Quaderballen produzieren etwas schwerere Ballen, als die Rundballen. Die Breite ist einstellbar und die Höhe ist durch die Bauart bestimmt. Die Länge des Ballens kann von 50 bis 300 cm variieren.

Gibt es auch andere Ballenpressen?
Es sind nicht alles Großbauern, die die Felder bewirtschaften. Stroh –und Heuballen werden auch von Kleinabnehmern wie Hobbybauern oder Pferdelandwirten benötigt. Diese Gemeinschaft verfügt auch nicht unbedingt über einen Fuhrpark, um die sonst recht schweren und großen Ballen zu Händeln. Dafür gibt es Ballenpressen, zum Pressen von Hochdruckballen. Für Kleinbetriebe sind diese nur 10 bis 15 kg schweren Ballen nach wie vor interessant, da sie von nur einer Person ohne Traktor oder sonstige Hilfen bewegt werden können. Wegen der Produktionsbedingten höheren Kosten, werden die kleinen Hochdruckballen von den großen landwirtschaftlichen Betrieben nicht verwendet.

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Holder Traktor

Holder, der Verfolger auf dem Traktorenmarkt

 Wie bei vielen Unternehmen, handelt es sich auch bei der Firma Holder um eine sehr alte Traditionsschmiede, die sich 1930 einen Namen mit einachsigen Motorfräsen verschafft hat.

Der Aufstieg begann dann 1953 mit einem Vierrad- Traktor unter der Typenbezeichnung B10.


 

Schon 1954 folgte ein Allrad- Traktor mit einer bis dato nicht da gewesenen raffinierten Knicklenkerbauweise unter der Bezeichnung A10. Wie schon vorher bei anderen Traktor- Werken war auch hier im Jahre 1992 Schluss und Holder Maschinenbau wurde an eine japanische Firma mit dem Namen Maruyama verkauft. Nur vier Jahre später kaufte einer der früheren Eigentümer die Firma von Maruyama zurück. Das Karussell drehte sich weiter, schon 2005 übernahm die türkische Landmaschinenfirma Uzel das Holder- Unternehmen.

Im Jahre 2008 dann der Konkurs, aus der Konkursmasse übernahm dann eine Investorengruppe unter der Leitung der international erfolgreichen Firma Staufen AG die Führung. Gibt es noch die Holder Traktorenpalette?

Auf der Messe 2008 im Demopark in Eisenach präsentierte Holder die innovative Technik der Zukunft im Bereich Traktoren und Schlepper, mit einigen Neuheiten. Das farbliche Markenzeichen Orange und Anthrazit bei den Fahrzeugen ist geblieben.

Was gibt es für Neuheiten im Holder- Segment?Um Menschen die Möglichkeit zum fahren eines Geräteträgers zu geben, die sonst durch eine körperliche Einschränkung dazu nicht in der Lage wären, wurde der Geräteträger V 130 entwickelt. Eine weitere Neuheit ist der Geräteträger M480, der ohne Lenksäule und Lenkrad nur mit einem 4 Wegejoystick gelenkt wird. Als weiteres Highlight dient bei dem M 480 eine zusätzliche Funkfernsteuerung, welche eine Bedienung außerhalb des Geräteträgers möglich macht.

Zur Unkrautbekämpfung wurde die Maschine Wave entwickelt, die auf einem Geräteträger des Typs C245 für eine gezielte Unkrautvernichtung sorgt.

Was gibt es für Oldtimer im Holdersortiment?

Da gibt es den Holder von 1955, Holder A12, Holder A30, Holder A45, den etwas frischeren Holder AG 3 und den legendären Einachsschlepper aus den 50er Jahren.

Ein interessantes Holder- Produkt:

Für Kleinbetriebe, Kommunen und Gartenanlagen ist der Einachstraktor mit 500 ccm und 10 PS, unter der Bezeichnung ED 2 nicht wegzudenken.

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Fendt Traktoren

Wer harte Arbeit in der Landwirtschaft kennt, greift zu Fendt

Das Traditionsunternehmen Fendt wurde 1925 von J. G. Fendt gegründet, mit dem Ziel Traktoren zu bauen, was auch gelang. Schon ein Jahr später erschien der erste Traktor mit einem Dieselmotor. Das war der Start für den ersten europäischen Kleintraktor mit einem Dieselmotor, welcher gerade mal 6 PS leistete. Schon 1935 lieferte Fendt unter der Schirmherrschaft seines Sohnes Xaver Fendt an die 100 Traktoren aus. Weiter ging es mit dem Unternehmen Fendt steil bergauf, schon 1938 wurde der F18 mit 16 PS als der 1000ste gebaute Traktor bejubelt. Die Messlatte wurde immer höher gehängt. 1953 folgte ein Geräteträger unter der Bezeichnung GT und 1961 wurde der Farmer 2 mit 34 PS zum 100.000sten mal gebaut.

Ab 1977 folgte dann die Baureihe der Boliden unter der Bezeichnung Favorit mit bis zu 150 PS und kurz danach dann die Leistungssteigerung mit einem Turbolader auf bis zu 185 PS:

Es folgte weiter Kraftprotze mit 200 und 252 PS unter der Bezeichnung 622 LS und 626 LSA. Diese nur wenig produzierten Monstertraktoren waren schwerpunktmäßig für den Export nach Frankreich, Australien, Benelux und Saudi Arabien bestimmt. Heute zählen sie weltweit zu begehrten Sammlerobjekten.

Fendt, der Marktführer in Deutschland:
1980 begann Fendt mit der Baureihe der 300. Der Nachfolger dieser Baureihe war im Jahre 1984 der GTA 300, bis 1994, dann ging es weiter mit der Baureihe 800, ein Traktor mit immerhin 230 PS und dem Favorit 500 mit bis zu 150 PS. Richtungweisend für diese Baureihen war eine gefederte Vorderachse, sowie eine Erhöhung der Endgeschwindigkeit auf 50 km/h. Im Jahre 1995 folgte dann ein Systemfahrzeug mit dem Namen Xylon, welches für die Landwirtschaft gebaut wurde. Weitere neue Modelle waren bis 1999 der Vario 926 mit 260 PS, mit der Baureihe 400, 700 und 800. Seit dem Jahre 2005 vertritt Fendt mit der 900er Baureihe und einem neuen Traktor, dem Fendt 936 mit über 300 PS den Markt der Standardtraktoren.
Die Jahresproduktion beträgt derzeit bei Fendt 14.500 Nutzfahrzeuge, wie Traktoren, Schlepper und Mähdrescher. Für die Oldtimer- Traktoren der Fendt- Serie werden jährlich Veranstaltungen im Umland ins Leben gerufen.

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Dreiseitenkipper

Schüttgut einfach entladen mit einem Dreiseitenkipper

Alles hat in der Technik seine Berechtigung. Innovative Technik bedeutet Fortschritt. Wie sagte Erich Honecker schon immer: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“.

Fortschritt bedeutet gleichzeitig Arbeitserleichterung. So ist es auch bei einem beladenen LKW oder Anhänger. Früher musste alles mit der Hand oder einer Schaufel mühsam entladen werden. Dann kam der Fortschritt der Kippfahrzeuge, die zumindest schon mal ihre Ladefläche nach hinten entladen konnten. Für Anhänger galt das nicht. Die Entwicklung nahm ihren Lauf, bis zu den Dreiseitenkippern. Im Normalfall eine recht einfache Technik.
Mittels einer Hydraulik wird die Ladefläche angehoben. Scharniere mit einem Bolzen bestimmen die Abkipprichtung. Werden die Bolzen der rechten Seite entfernt, kippt der LKW das Schüttgut nach links. Heute wird das alles hydraulisch gesteuert, die Funktionsweise ist die gleiche.


Wozu wird ein Dreiseitenkipper benötigt?
In vielen Bereichen der Bauwirtschaft oder Landwirtschaft ergibt sich die abzuladende Seite erst vor Ort. Ein Dreiseitenkipper bietet hier unbeschränkte Möglichkeiten, da er seine Ware nach drei Seiten abkippen kann, so können eventuell andere Fahrzeuge problemlos von allen Seiten das Schüttgut für eine Weiterverwendung leicht aufnehmen.
Kippaufbauten gibt es in nahezu allen Größen. Eine Nutzlast von 21.000 kg ist keine Seltenheit, hinzukommen noch rund 400 PS für den Kipper. Mit so einem Dreiseitenkipper lässt sich schon einiges bewerkstelligen.
Selbst der Komfort für den Fahrer kommt bei einem großen Dreiseitenkipper nicht zu kurz.
Vom geräumigen Fahrerhaus über eine Klimaanlage, bis zum Pollen –und Feinstaubfilter ist alles enthalten.

Was gibt es für Dreiseitenkipper?
Die Größe des Kippers ist allenfalls von der Verwendung abhängig. Es werden durchaus auch kleine Dreiseitenkipper für die Wald –und Forstwirtschaft, sowie Landwirtschaft eingesetzt.
Es muss auch nicht immer ein ganzer Kipper sein. Je nach Verwendung ist auch ein Einachser als Hänger ausreichend. Ein solcher Hänger in der Länge von 3m bis 4m wird von einem Schlepper oder Traktor gezogen und hydraulisch zum Kippen in drei Richtungen bedient.
Für größere Traktoren oder Schlepper gibt es auch Zweiachs- Dreiseitenkippanhänger in verschiedenen Ausführungen.

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