Die Landmaschine Nummer 1

Archiv für Mai, 2009

Grubber

Wenn der Boden keine Luft zum atmen hat, muss der Grubber ran

Es ist immer das gleiche Bild, im Frühjahr wird die Hacke und der Spaten aus dem Keller geholt und der Garten umgegraben oder mit einer Hacke aufgelockert, damit neu gepflanzt werden kann. Soweit spielt sich das ganze im Privatbereich ab.

In der Landwirtschaft sieht es schon etwas anders aus, denn dort handelt es sich nicht um 100 bis 500 m², sondern um einige Ha. Ackerland die gedüngt und bestellt werden müssen.

Wozu muss der Ackerboden vorher noch bearbeitet werden?

Wenn der Boden immerzu ertragsreif geerntet wird, verdichtet er sich und hat keine Luft zum atmen. Ein dichter Boden verringert die Fruchtbarkeit, was zu einem geringeren Ernteertrag führt, weiterhin kann es zu einer Staunässe kommen. Staunässe bedeutet, es kommt nicht überall im Boden zu einer ausgeglichenen Feuchtigkeit. Es bietet sich auch kein Platz mehr für Regenwürmer und dergleichen, die mit ihrer Arbeit im Boden für eine Auflockerung sorgen. Selbst die Wurzeln können sich in einem verdichteten Boden nicht mehr richtig entfalten. Ein guter Boden zeichnet sich durch seinen Säuregehalt und seiner Struktur aus, er ist gut durchlüftet und krümelig.

Wie kann es zu einer Verdichtung im Boden kommen?

Neue Studien belegen, dass die bis zu 10 Tonnen schweren Landmaschinen durch häufiges Befahren den Ackerboden verdichten. Die Bodenmasse wird zusammengepresst und kann die Feuchtigkeit nicht mehr so verteilen. Sauerstoffmangel und Staunässe hemmen den Abbauprozess im Boden, welcher aber Nährstoffe benötigt, um nicht zu modern.

Wie rückt man dem Problem zu Leibe?

Hierfür gibt es Grubber, auch Krümmer oder Kultivator genannt. Dieses in der Landwirtschaft eingesetzte Gerät mit einer Arbeitstiefe von 10 cm wird zur Vorbereitung des Saatbettes benutzt.

Was ist ein Grubber?

Früher vor rund 150 Jahren wurde der Grubber in starrer Bauweise gefertigt. Die Breite und Anzahl der Zinken wurde den Zugtieren angepasst, die ja immerhin den Grubber über den Acker ziehen mussten. Ab dem Jahre 1900 begann das Zeitalter der motorbetriebenen Grubber, die damit verbundenen schwereren Grubber erreichten eine Arbeitstiefe von bis zu 50 cm.

Natürlich hat sich im Laufe der Jahre auch hier die Technik stark verändert. Die Bauart der starren Zinken ist den vibrierenden G – Zinken aus Federstahl gewichen. Diese sind störunanfällig und lassen einen Einsatz noch größerer Schlepper zu, was dadurch zu einer Leistungssteigerung führt.

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Hächsler

Ohne Häcksler keine Ernte

Es führen viele Wege nach Rom und genauso viele Möglichkeiten bieten sich an um z.B. Äste zu zerkleinern. Sie können gebrochen werden, mit einer Laubsäge gesägt werden, oder in einem Gartenhäcksler zerkleinert werden. Häcksler dieser Art werden in allen Variationen in den Baumärkten vertrieben. Sie werden in der Regel elektrisch betrieben, leisten 2500 Watt und sind bis einer Materialstärke von 4,5 Zentimeter durchaus einsatzfähig. Hier handelt es sich aber nicht um den Häcksler des kleinen Mannes, sondern um Häcksler aus der Landwirtschaft, sogenannte Feldhäcksler.

Was ist ein Feldhäcksler?

Sie gehören zur Gattung der jüngsten landwirtschaftlichen Geräte. 1940 erfunden, nahm die Entwicklung auch hier ihren Lauf bis zur jetzigen Hochleistungsmaschine. Der größte Häcksler auf dem Weltmarkt ist der Big X 1000, ein von der Firma Krone gebauter Häcksler mit schlichten 1020 PS. Marktführer bei den selbstfahrenden Feldhäckslern ist eine deutsche Firma namens Claas.

Was wird in der Landwirtschaft gehäckselt?

Es fing mit Futter für die Kühe an, mittlerweile wird unter anderem damit Luzerne, Gras und Mais mit speziellen Vorsatzgeräten abgeschnitten und dem Feldhäcksler zugeführt. In der Maschine wird dann das Erntegut mit einer Bestückung von 20 bis 50 Messer zerkleinert. Die Schnittlänge des Häckselgutes kann durch verändern der Trommeldrehzahl angepasst werden.

Anschließend bläst ein Gebläse das Erntegut auf einen parallel fahrenden Anhänger.

Der Anhänger mit einer Größe von 20 bis 50 m³ Nutzfläche wird von einem Trecker oder LKW gezogen. Es bietet sich auch die Möglichkeit einer Anhängung an den Häcksler. Das passiert in der Regel bei der ersten Durchfahrt des Feldes, um eine Schneise zu ziehen.

Was passiert mit dem Erntegut?

Das auf den Transportwagen geschüttete Häckselgut wird direkt vom Feld zu den dafür zur Verfügung stehenden Silos gebracht. Dort wird es gewalzt und verdichtet und je nach Sinn und Zweck behandelt. Die weltgrößten Häcksler finden viel auf den weiten Feldern Amerikas ihre Anwendung auf den Maisfeldern, dort verrichten sie mit 10 bis 20 Häckslern gleichzeitig ihre Arbeit.

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Rasentraktor

Auf jeden Fall, ein Rasentraktor, der mäht überall

Die Zeiten ändern sich, der Rasen bleibt. Hatte man früher den Rasen mit einer Sense gemäht, war der gebeutelte Hobbygärtner froh als endlich der Schiebemäher seinen Einzug auf den Rasen antrat. Aber auch das ist Vergangenheit, obwohl dieser alte Handmäher noch ab und zu in dem einen oder anderen Garten zu sehen ist und auch dort noch seinen Dienst verrichtet.

Mähen im Sitzen ist angesagt!
Wer einen etwas größeren Rasen sein eigen nennt, besitzt sicherlich auch einen Aufsitzmäher.Diese kleinen vierrädrigen treckerähnlichen Gebilde mit einem Sitz sorgten bisweilen für ein relativ sorgloses Rasenmähen. Hinzu kommt, dass die Preise dieser kleinen Aufsitzmäher immer günstiger wurden.

Die Zeiten ändern sich!

Aufsitzmäher war gestern, heute hält der Ferrari des Hobbygärtners Einzug auf den Rasen. Der Rasentraktor , die nächst höhere Klasse nach dem Aufsitzmäher, jedoch technisch verändert mit einer Antriebseinheit die sich vor dem Bediener befindet. Das Mähdeck ist zwischen den Achsen eingebaut und ein Behälter für den abgeschnittenen Rasen kann hinten montiert werden. So ein Rasentraktor fährt sich dermaßen geschmeidig, dass man neidisch sein kann, wenn kein eigener Rasen zur Verfügung steht.

Bei den Aufsitzmähern war immer die Motorisierung der Schwachpunkt. Die für den privaten Bereich gebauten Rasentraktoren sind immer ohne Kraftabnahme über eine Zapfwelle ausgekommen. In den letzten Jahren kristallisierte sich jedoch immer mehr ein Trend zu einer stärkeren Motorisierung. In diesem Bereich der Rasentraktoren schaffte die Industrie Abhilfe in Form von Zweizylinder – Motoren, welche deutlich mehr Kraft entfalten, leiser und laufruhiger sind.

Vorteil eines Rasentraktors:

Der Traktor als solches kann ab Werk so hergerichtet werden, dass sich problemlos Zusatzgeräte wie Kehrbesen oder Schneeschild anhängen lassen. Wird der Traktor als reiner Rasentraktor bestellt und der Kunde möchte ihn später nachrüsten, wird es extrem teuer.

Ab wann rentiert sich ein Rasentraktor ?

Eine Fläche zwischen 700 bis 1000m² ist optimal. Für kleinere Flächen genügt ein Aufsitzmäher oder ein Benzin betriebener Rasenmäher. Einer der wichtigsten Vorteile ist der Auswurf, welcher nicht seitlich erfolgt, sondern nach hinten.

 

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Mähdrescher

Kein Brot ohne einen Mähdrescher

Was haben sich die Zeiten geändert, früher wurde das Korn mit der Sense gemäht, zu Garben gebunden und auf dem Bauernhof mit einem Dreschflegel bearbeitet, bis sich die Körner ergeben haben. Die erste Mähmaschine wurde 1826 gebaut und von Pferden gezogen. Erst 1927 baute Krupp den ersten von einem Traktor gezogenen Mähbinder. Dort wo die Felder am größten sind wurde dann auch im Jahre 1836 der Mähdrescher von zwei Brüdern in Amerika gebaut. Das Vehikel war mit einer Breite von 4,60 so schwer, dass rund 40 Arbeitspferde ihre Last mit dem Mähdrescher hatten. So ging die Entwicklung des Mähdreschers weiter, bis 1951 in Hamburg der erste selbstfahrende Mähdrescher der Firma Fahr auf der DLG – Ausstellung vorgestellt wurde. Viele haben sicherlich im vorbeifahren schon des öfteren einen Mähdrescher auf einem Kornfeld gesehen, ohne zu wissen, wie so ein Gerät überhaupt funktioniert.

 Wie arbeitet ein Mähdrescher?

 Es sieht so einfach aus, der Mähdrescher zieht auf dem Acker seine Runden und saugt das Getreide nach dem mähen vorne in sich hinein, um es anschließend als Stroh hinten gebündelt wieder auszuspucken. Bei einer solchen Aktion werden urgewaltige Kräfte von einem Mähdrescher freigesetzt. Immerhin wiegt so ein Mähdrescher über 10 Tonnen und leistet gut und gerne über 400 PS bei einer Arbeitsbreite von 9 Metern. Wer da reinfällt findet sich hinterher im Sauerteigbrot wieder.

Woraus besteht ein Mähdrescher?

Bei 10 Tonnen Gewicht sind dort schon einige Bauteile vereint, angefangen beim Motor, Fahrwerk, weiter zum Schneidwerk, Schüttler, Korntank, Strohverarbeitung, bis zur Reinigung und Fahrerkabine.

Wozu kann ein Mähdrescher noch benutzt werden?

Mittlerweile wird damit nicht nur gemäht, es finden in Deutschland, Österreich und Holland regelrechte Mähdrescherrennen statt, welche im Internet angekündigt werden, natürlich nicht für die Rennteilnehmer, denn wer fährt schon mit seinem Mähdrescher von Hamburg nach Amsterdam. Wem das zu langsam ist, der vergnügt sich eben auf eines der zahlreichen Mähdrescherpartys in den ländlichen Gegenden, die von organisierten Bauernjungschaften ins Leben gerufen werden.

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