Die Landmaschine Nummer 1

Archiv für Oktober, 2008

Trecker oder Traktor?

Ein Trecker ist eine, in der Landwirtschaft verwendete Zugmaschine. Der Begriff stammt aus dem Norddeutschen, bzw. aus dem Plattdeutschen, mit trecken ist hier ziehen gemeint. In anderen Regionen werden für einen Trecker Begriffe wie Traktor, Schlepper oder auch Ackerschlepper benutzt.

Der Trecker gehört zu den Dampfmaschinen und wurde 1765 von Nicholas Cugnot entwickelt. Als Dampftrecker hielt er Einzug in die Landwirtschaft und verdrängte damit das bis dahin benutzte Gespann von Pferd oder Ochse und Pflug.
Ebenso wurde aus dieser Dampfmaschine die Dampflokomotive entwickelt. Später aber setzte sich der Dieselantrieb für Traktoren durch.

Die größte Traktorenfabrik Europas befindet sich in Mannheim, dort wurden schon vor dem 2. Weltkrieg Trecker unter dem Namen Bulldog entwickelt, die heute auf keinem historischen Trecker-Treffen fehlen dürfen.

Der Trecker wird zum Ziehen von Anhängern und Feldmaschinen von den Landwirten benutzt. Aber auch in der Forstwirtschaft oder im Weinanbau findet er Verwendung. Moderne Traktoren verfügen über 2 oder vier sehr große Räder mit einem grobstolligen Profil um eine gute Geländegängigkeit zu erreichen. Auch einen Allradantrieb besitzen heute schon viele moderne Trecker. Damit können sie sowohl im Sommer wie auch im Winter in den Bergen für verschiedenste Arbeiten genutzt werden. Ein Trecker ist heutzutage mit einer Kabine ausgestattet, die den Benutzer vor Regen und Sonne schützt. Im Gegensatz zu früheren Trecker Modellen, wo nur ein offener Sitz für den Fahrer und über den Reifen noch ein Platz für einen Mitfahrer vorhanden war. Die modernen Kabinen sind bei den Traktoren natürlich beheizt und bei komfortableren Modellen auch mit einer Klimaanlage ausgestattet.

In all den Jahren hat sich der Trecker technisch sehr weit entwickelt. Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h sind möglich und damit wurde auch die Sicherheitsausstattung verbessert. Nach vielen Unfällen durch Umkippen wurde schon 1960 in Österreich und Anfang der siebziger Jahre auch in Deutschland Überrollbügel gesetzlich vorgeschrieben. Auch der Fahrkomfort hat sich erheblich verbessert. So verfügen moderne Trecker oftmals schon über eine Vollfederung, zumindest aber über ein hydraulisches oder pneumatisches System zur Federung. Auch ein stufenloses Getriebe gehört schon oft mit zur Trecker Ausstattung. Durch den Nebenantrieb des Treckers ist es möglich eine Vielzahl von Maschinen, wie zum Beispiel eine Egge, eine Seilwinde oder eine mobile Melkmaschine mit Strom antreiben.

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Der Trecker – Eine vielseitige Landmaschine

Trecker können eine große Zahl verschiedener Geräte und Landmaschinen ziehen oder über die Hydraulikanlage betreiben. In dieser Kombination werden Rad-Schlepper zu einem universell einsetzbaren Werkzeug für den Bauern und sichern ihm die schnelle Abwicklung der unterschiedlichen, über das Jahr anfallenden Aufgaben und Arbeiten.

Trecker mit PflugIm Frühjahr kann ein Trecker zum Beispiel mit einem einfachen Düngerstreuer ausgerüstet werden, welcher mit der Hydraulikpumpe oder den elektrischen Systemen des Treckers gekoppelt ist und ähnlich dem Salzstreuer des Winterdienstes arbeitet. Mit Hilfe einer rotierenden Scheibe werden die einzelnen Düngerkörner auf dem Feld ausgestreut. Anschließend wird eine Sämaschine dazu verwendet, um das Saatgut wie zum Beispiel Weizen, Gerste, Hafer oder Mais auf den dafür vorgesehenen Feldern auszubringen.

Die ersten einsatzfähigen Sämaschinen wurden übrigens im 19. Jahrhundert entwickelt und ursprünglich von Pferden gezogen. Jeder landwirtschaftliche Betrieb mit einem größeren Bestand an Nutzvieh muss für die kalten Tage vorsorgen und sollte eine größere Menge Heu und Silage-Futter vorrätig halten. Das notwendige Gras kann mit einem Mähbalken geschnitten werden, der fest mit dem Trecker und der Hydraulikpumpe verbunden ist. Neigt sich das Jahr dem Ende zu, müssen die Felder noch gepflügt werden, um sie bereits für das neue Jahr vorzubereiten. Auch hierfür hat die Industrie Geräte entwickelt, die mit Hilfe eines Traktors gezogen werden können.

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Trecker – Einsatzmöglichkeiten

Neben dem Einsatz als Zugmaschine für Lasten oder andere Landmaschinen können Trecker aufgrund ihrer hohen Flexibilität auch noch für viele andere Zwecke eingesetzt werden. Ein Trecker kann zum Beispiel als Antriebsfahrzeug für andere Geräte aus der Land- oder Forstwirtschaft dienen. Werden Trecker zusätzlich mit einer Schwinge versehen, die sich für den Anbau verschiedener Werkzeuge eignet, so lässt sich mit Hilfe dieser Umbaumaßnahme der Funktionsumfang einer bereits sehr vielseitigen Landmaschine noch wesentlich erweitern.

Die Eigenschaft eines Frontladers macht Trecker zum idealen Gerät für den Transport von sperrigen Lasten oder größeren Futtermengen an schwer zugängliche Stellen. Während der kalten Jahreszeit kann zudem ein Schneeschild oder eine Fräse an der Frontpartie montiert werden. Auf diese Art und Weise ausgerüstet sind die modernen „Arbeitspferde“ der heutigen Landwirtschaft zudem in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens einsetzbar. Sie unterstützen den ländlichen Winterdienst und erleichtern den Bauern, egal zu welcher Jahreszeit, die tägliche Arbeit im eigenen Betrieb. Ohne die Vielseitigkeit der Trecker und deren Funktionalität ließen sich viele Aufgaben sicher nicht ohne weiteres und vor allem nur unter einem enormen Mehraufwand realisieren.

Speziell die ersten drei genannten Verwendungsmöglichkeiten verdienen immer wieder die besondere Aufmerksamkeit der Landarbeiter. Der Transport größerer Lasten oder Geräte ist genauso wichtig wie der Anbau verschiedener Maschinen an den Traktor, die über eine Antriebswelle durch den Motor direkt gesteuert werden können. Durch die Verwendung eines Allrad-Antriebes und größerer Räder mit einem groben Profil werden die Hersteller den Anforderungen nach einer gewissen Geländetauglichkeit gerecht. Zudem sind inzwischen Traktoren in vielen nur denkbaren Größen, als Anpassung an die verschiedenen Einsatzgebiete, erhältlich. Speziell die immer bessere Motorisierung bringt mitunter aber auch Probleme mit sich, denn größere Motoren bedeuten gleichzeitig mehr Gewicht, wodurch die Fahrzeuge den Boden zusätzlich verdichten und ihm damit schaden. Durch die Verwendung spezieller Reifen lässt sich dieser Effekt glücklicherweise vermindern.

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Bekannte Treckermarken

Wie in vielen Teilen des Motorsports und der Fahrzeug- bzw. Technikgeschichte haben auch in dem Bereich der Trecker oder Landmaschinen einzelne Unternehmen Geschichte geschrieben. Durch neue Entwicklungen, revolutionäre Techniken oder einfach ein besonders einfaches und so für jeden erschwingliches Design haben sich die Unternehmen in das Gedächtnis vieler eingeprägt und sorgen auch heute noch bei so manchem Sammler oder Liebhaber für glänzende Augen. So etwa der Elfer aus dem Hause Deutz oder die Bulldog-Traktoren der Firma Lanz. Alles Namen, die sicher der eine oder andere noch aus der eigenen Kindheit kennt. Sie sind ein Teil der Technikgeschichte Deutschlands und sollten in Museen oder Sammlungen erhalten bleiben. Zudem haben Fahrzeuge der bekannten Treckermarken, wie etwa Hanomag oder Steyr das Bild einer Zeit mitbestimmt und Firmengeschichte geschrieben. Trotz allem konnte auch der Erfolg einzelner Produkte in vielen Fällen den Abstieg der Unternehmen nicht aufhalten. Heute sind viele der ehemaligen Traditionsmarken Teile größerer Konzerne aus dem In- und Ausland, die über Herstellung und Produktpalette der einzelnen Tochtergesellschaften wachen. Zudem werden Trecker in unserer Zeit in einem viel geringeren Maß eingesetzt als noch vor 40 oder 50 Jahren, denn die Zahl der Bauern ist in den letzten Jahrzehnten immer weiter gesunken. Trotz allem gehört für fast jeden zu einem richtigen Bauernhof mit Kühen, Schweinen und anderen Nutztieren auch ein Trecker einfach zum Klischee dazu.

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Der Trecker – Die Landmaschine Nummer 1

TreckerLandmaschinen, Trecker und landwirtschaftliche Geräte übernehmen heute einen großen Teil der Aufgaben, die noch vor 100 oder 200 Jahren durch die Hände der Landarbeiter verrichtet werden mussten. Erst durch den massiven Einsatz der Großgeräte wie Trecker in den einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben ist es in den letzten Jahren und Jahrzehnten möglich geworden, die Erträge und die Effizienz eines ganzen Wirtschaftszweiges auf unglaubliche Art und Weise zu steigern. Gerade durch eine hohe Mobilität zeichnen sich die Landmaschinen aus und das macht sie so vielfältig einsetzbar. Eine der wichtigsten Arbeitsgeräte, ohne die kein Bauer heute mehr auskommt, ist sicher der Traktor, welcher umgangssprachlich oft auch einfach als Trecker bezeichnet wird. Dabei hat dessen Geschichte wenig vielversprechend begonnen, denn im 19. Jahrhundert wurden die Landmaschinen vor allem mit Dampfkraft angetrieben, was verschiedene Nachteile mit sich brachte. Sie waren groß, schwer, meist stationär aufgebaut und aus diesem Grund nur bedingt als Zugmaschine einsetzbar. Erst die Entwicklung der Otto- und Dieselmotoren sollte ihrer festgefahrenen Entwicklung neuen Schwung verleihen und zu einer großen Zahl verschiedenster Innovationen auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Technik führen – wie etwa der Entwicklung neuer Traktoren. Die Erfindung selbst fahrender Modelle machte den Trecker zu dem, was er auch heute noch ist, die Landmaschine Nummer 1.

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